Donnerstag, 31. März 2011

Skitour - Söllerkopf und Rotwand - "Rotflüh"

Das frühe Aufstehen für eine Tour ist so eine Sache für sich. Auf der einen Seite freut man sich auf das kommende Abenteuer, auf der anderen Seite ist 5 Uhr sehr früh. Winterzeit gar 4:00! Aber allein für den  Sonnenaufgang hat das frühe Aufstehen sich gelohnt.


Toni Brey, der mich bei den meisten Touren heuer begleitete, war heute in Spanien bei einem Fotoshooting, dafür hat sich Petra Rapp, freie Journalistin aus Brannenburg interessiert gezeigt, die Hornbachkette kennenzulernen. Sie hat heute Ihre Eindrücke gesammelt und diese so beschrieben:

Mitten in der Nacht aufstehen, mal kurz vom Inntal ins Allgäu fahren, um dort eine Skitour zu gehen? Gäbe so viele Berge, die wesentlich näher wären. Und Skitouren bin ich in meinem Leben auch noch nicht gerade viele gegangen. Anspruchsvolle schon gleich gar nicht. Nun gut, der Job setzt Offenheit und Flexibilität voraus. Dann also diesmal hinauf in diese Hornbachkette, die es Martin so angetan hat und woraus eine Reportage für ein Magazin im nächsten Winter werden soll. Weil eine Reportage nur dann wirklich gut werden kann, wenn man die Dinge authentisch mit den eigenen Augen sieht und mit dem eigenen Körper fühlt, was Sache ist, musste ich da also „durch“. Es war schon anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Neben dem ganz persönlichen Stolz, die Tour mit all ihren Ansprüchen und Tücken im Aufstieg und in der Abfahrt ganz gut hinbekommen zu haben, bleibt vor allem eins: die Faszination dieser noch einsamen, relativ unerschlossenen Bergkette. Mehr dazu dann im nächsten Winter…

Die Verhältnisse waren gemischt. Teilweise gab es einen tragfähigen Deckel, der Rest war jedoch bis auf den Grund komplett feucht. Vorsicht war geboten, den Zeitpunkt für die Talabfahr nicht zu verpassen, da ich einen teilweise 40° Hang von der Rotwand für die Abfahrt ins Auge gefasst hatte. Das Wetter spielte die ersten Stunden verrückt. Fast blauer Himmel beim Sonnenaufgang wechselte innerhalb von 2 Stunden zu "Grau in Grau" und dann erneut zu Sonnenschein. Das "Grau in Grau" bescherte uns zwei Stunden mehr Zeit. Somit konnte ich einen kurzen Abstecher zum Söllerkopf machen. Die Rinne war uns beim letzten "Ausflug" zur der Plattenspitze bereits aufgefallen. Leider war die Rinne mit Nassschneerutschen aus den letzten regnerischen Tagen zugekleistert; es wurde keine Genussabfahrt, aber ein schönes 45° Abenteuer.

Rotflüh :-) Sonnenaufgang
"Rotflüh" :-) Sonnenaufgang
Rotwand
Gipfelkreuz der Rotwand

Petra beim Aufstieg
Söllerkopf & Südwestliche Rinne
Blick in die Lechtaler im wunderschönen Licht
Blick in die Lechtaler im wunderschönen Licht
Blick in die Lechtaler im wunderschönen Licht
Im Balschtekar
Unten das Bernhardstal, dahinter die Lechtaler
:-)
interessanter Aufstieg
fast geschaft
Zahnplomben - intensive Abfahrt
:-)
:-)
... und durch
Die Wolfebnerspitzen und die Plattenspitze - ganz rechts
"Schattenspiele" unterhalb der Rotwand
"Schattenspiele" unterhalb der Rotwand
Wo immer man auch hinblickt, überall neue Ziele...
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