Samstag, 24. September 2011

Bergsteigen - Schreierkopf & Bretterkarspitze

Kreuzkarsee



Der Schreierkopf und die Bretterkarspitze liegen an der nördlichen Seite der Hornbachkette, nördlich der Balschtespitze der Schreierkopf und nördlich Noppen- und Kreuzkarspitze die Bretterkarspitze.

Stefan, Marc und ich gingen gegen 6:30 in Hinterhornbach los. Der Anstieg in Richtung Schöneckerscharte war im unteren Bereich glitschig, wir kamen trotzdem sehr zügig voran. Nach ca. 2 Stunden standen wir am Schreierkopf und konnten den wunderschönen Kreuzkarsse betrachten. Er war noch voll im Schatten. Ohne große Pause stiegen wir ins Kreuzkar hinab, vorbei am Kreuzkarsee und querten weiter in östlicher Richtung zu der Wesflanke der Kreuzkarspitze.

Im Kreuzkar stürzte am 21.01.1944 ein Halifax Bomber ab. Der Flieger flog nach einem Treffer und Absprung der Piloten lange Zeit mit eingeschaltetem Autopiloten bis er dann an der Nordwand der Kreuzkarspitze zerschellte.

Eine ausführliche Geschichte über den Absturz findet ihr hier: http://www.wanderpfa.de/index.php?option=com_content&task=view&id=505&Itemid=88889518.

Der Durchstieg durch die Westwand der Bretterkarspitze war ziemlich brüchig, jedoch interessant. Die Jungs legten oben einen kleinen Mittagsschlaf ein und wir machten uns dann auf den Heimweg. Marc opferte den Berggöttern seinen Helm - mögen diese lange besänftigt sein. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen ein Runde im Kreuzkarsee zu schwimmen.

Eine tolle Tour an einem traumhaften Herbsttag.


Die ersten Sonnenstrahlen im Hinterhornbachtal
Die westliche Hornbachkette vom Norden
Kreuzkarsee
Reste des Halifax Bombers
Steff und Marc
Blick in das Bretterkar von der Bretterkarspitze
Steff und Marc
Hinterhornbach
Die Öfnerspitze (l) und die Krottenspitzen (r)

Mr. Hochvogel
Großer Krottenkopf
Flechten
"Gipfelstock" an der Bretterkarspitze
Schnarcher
Showman
Kreuzkarsee
Abstieg von der Bretterkarspitze im oberen Bereich
Resttrümmer des Halifax Bombers
"First Mover" Marc kurz vorm Kälteschock :-)
"Second Mover" Steff
Ja...er schreit vor Kälte :-)
Arschkalt :-)


Schuhe:
Salewa  - Firetail Goretex
Rucksack:
Ortovox - Peak 42

Regenklamotten + Primaloft:
8848 Altitude - CARUGA - ANSGAR
Unterwäsche:
Icebreaker
  • Unschlagbar, recht zügig trocken und stinkt einfach nicht, egal wie stark man schwitzt
Stöcke:
Leki - TOUR CARBON III
Trinkflasche:
Sigg

Riegel, Getränke, Gels:
Xenofit
Sonnenbrillen:
Dirty Dog



Durchstieg Bretterkarspitze
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Download Google Earth KMZ Datei: 

Dauer
7-10 Stunden

Höhenmeter: 
ca. 1.700 + Meter

Schwierigkeiten:
  • Schwierigkeiten bis zum I+ Grad, teilweise exponiert
  • Helm notwendig wegen möglichem Steinschlag 
  • Schnee oft bis in die Sommermonate in einigen Teilen der Tour
Empfohlene Karte:

Sonntag, 18. September 2011

Bergtour - Jöchlspitzbahn - Hinterhornbach

In der Schwärzerscharte



Tierische Tour :-)

Andy & Berni erklärten sich bereit, mir beim Anlegen der Depots für meine Überquerung der Hornbachkette zu helfen. Wir verabredeten uns gegen 7:30 Uhr am Joch. Als ich um 6:30 aufstand, regnete es sintflutartig. Ich rief beide an und blies die Aktion ab, um meine Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen :-). 12 Stunden im Regen wollte ich niemandem zumuten.

Es kam dann, wie es kommen musste, um 10:30 gabs blauen Himmel. Ich rief ohne große Hoffnungen Andy nochmal an und frage vorsichtig ob wir vielleicht doch noch starten. Andy meinte - für mich schon ein wenig überraschend -  es wäre kein Thema, er sei dabei. Ich bat ihn in gewisser Vorahnung auf den kommenden Tagesverlauf seine Stirnlampe und gutes Regenzeug einzupacken. Berni war leider bereits anderweitig verplant.

Wir deponierten Andys Auto in Hinterhornbach und fuhren zu der Talstation der Jöchlspitzbahn. Leider machte diese eine "wohlverdiente" Mittagspause, so dass wir erst um 13:15 an der Bergstation losgingen.

Wir kamen trotz der ordentlichen Last (Wasserflaschen und Essenspakete) auf dem Wege über das Rothornjoch und folgend westlich der Rothornspitze, des Strahlkopfs und der Rammstallspitze bis unterhalb der Krottenkopfscharte zügig voran. Weiter gings dann duch die Krottenkopfscharte über den Enzensberger Weg durch Hermannskar, Birgerkar und Welfebnerkar bis zu der Hermann von Barth Hütte, wo wir nach 3:45 Stunden um 17:00 ankamen.

Wir aßen und tranken und ernteten ziemlich verwunderte Blicke, als wir erzählten,  bis nach Hinterhornbach gehen zu wollen. Es fing an zu nieseln. Um 17:45 waren wir dann soweit und es ging mit fetten "Ranzen" durch das Balschtekar, das Noppenkar und das Sattelkar, wo wir ca. gegen 20:00 ankamen weiter.  Aus dem Nieseln wurde ein ordentlicher Regen und Andy wurde immer ruhiger. Auch ich bakam langsam Bedenken, wie lange wir noch brauchen würden.

Ab 20:00 war es stockdunkel, von Mond weit und breit keine Spur, wir machten die Stirnlampen an. Zwischendurch beleuchteten einige Gewitter die ganze Bergkulisse immer wieder für einige Sekunden - sehr stimmungsvoll.

Aus dem Gliegerkar stiegen wir über den Klettersteig in die Schwärzerscharte, die wir um ca. 21:30 endlich erreichten. Andy murmelte nur noch fluchend vor sich hin, ich versuchte ihn mit einigen Geschichten bei Laune zu halten.

Der Abstieg über das Kaufbeurer Haus wurde sehr lang. Andy war am Limit. Vom Hochvogel begleitete uns eine heftige Hirschbrunft bis ins Tal. Was für ein Spektakel, die Jungs hatten "ganz schön Druck" drauf :-). Am 23:45 erreichten wir Andys Auto und mussten noch mein Auto an der Jöchlspitzbahn abholen, gegen 01:00 waren wir daheim.

Merci Andy für die Hilfe und das Abenteuer, gut einen so guten Freund zu haben :-).



Frecher Murmel
Schochenalpbachtal
Nordgrat Rothhornspitze
Trettachspitze
... tierisch
Regen über den Lechtalern
Andy
Ganz junges Lamm
In der Schwärzerscharte ...


Schuhe:
Salewa  - Firetail Goretex
Rucksack:
Ortovox - Peak 42

Regenklamotten + Primaloft:
8848 Altitude - CARUGA - ANSGAR
Unterwäsche:
Icebreaker
  • Unschlagbar, recht zügig trocken und stinkt einfach nicht, egal wie stark man schwitzt
Stöcke:
Leki - TOUR CARBON III
Trinkflasche:
Sigg

Riegel, Getränke, Gels:
Xenofit
Sonnenbrillen:
Dirty Dog



Google Earth Karte - Vergrößern durch Anklicken

Download Google Earth KMZ Datei: 

Dauer
7-12 Stunden

Höhenmeter: 
ca. 2.000 + Meter

Schwierigkeiten:
  • Schwierigkeiten bis zum I Grad, teilweise exponiert
  • Helm notwendig wegen möglichem Steinschlag 
  • Schnee oft bis in die Sommermonate in einigen Teilen der Tour
Empfohlene Karte:

Sonntag, 11. September 2011

Bergsteigen - Schwellenspitze - 2.496 m

Wasserfallkarspitze links und Schwellenspitze rechts




Die Schwellenspitze ist einer der ganz selten besuchten Gipfel in der Hornbachkette. Sie liegt zwischen der Klimmspitze im Osten und der Wasserfallkarspitze im Westen.

Ich wählte für den Zustieg den schönen Weg von Klimm. Nach ca. 1:30 Stunden kam ich im Großkar an und stieg nach einer kurzen Pause im westlichen Teilbereich des Großkars auf, um folgend zu der südlichen Schulter der Wasserfallkarspitze zu gelangen.

Eine tolle Beschreibung der Tour bietet folgende Seite: http://www.gipfelstuermer.de/touren/schwellenspitze2008/  .

Die Querung unterhalb des Vorgipfels der Wasserfallkarspitze war mühsam aber durchaus gutartig. Nach Erreichen der Schulter stieg ich durch eine Rinne I-II ca. 50 Höhenmeter nach Norden ab und umging somit den ersten Grat - Abbruch. Nach einem kurzen Aufstieg in die Scharte querte ich kurz unterhalb der Scharte einige Meter auf einem Band in nördliche Richtung und setzte den Aufstieg zum und folgend am Grat fort bis ein ca. 8 Meter hoher Abbruch kam. Diesen kletterte ich im exponiertem Gelände in die kleine Scharte ab. Dies dürfte wohl auch die Schlüsselstelle der Tour sein. Der weitere Weg zum Gipfel war offensichtlich.

Abstieg analog zum Aufstieg.



Gamsen im unteren Teil des Großkars
Gamsen im unteren Teil des Großkars
Blick auf die Schwellenspitze vom Westen - vom Grat nach der Querung
Rückblick auf den Aufstiegsweg / Quergang
Blick hinunter in das Großkar und den unteren Teil des Aufstiegswegs
Blick von der Schwellenspitze auf den nördlichen Bereich der Hornbachkette in Richtung Westen
Blick von der Schwellenspitze hinunter auf das Hinterhornbachtal
Blick von der Schwellenspitze auf die Roßkarspitzen im Norden
Blick von der Schwellenspitze in östliche Richtung auf den Lech, das Lechtal und die Klimmspitze
Blick von der Schwellenspitze in östliche Richtung auf die Klimmspitze
Abstieg von der Schwellenspitze durch kurze Kamine hinunter zur Schlüsselstelle - einem ca. 8 Meter großen & exponierten Grat-Aufschwung über dem Felsfenster
Grat-Aufschwung - IIer
Grat-Aufschwung aus dem Großkar fotografiert
Einige wenige Steinmändle erleichtern die Wegfindung
Exponiert
Unterer Bereich des Großkars
Bizarre Felsen im Großkar
Flechten


Schuhe:
Salewa  - Firetail Goretex
  • Salewa Seite
  • Zum ersten mal dabei, sau guter Schuh, besonders in den Kletterpasagen
Rucksack:
Ortovox - Peak 42

Regenklamotten + Primaloft:
8848 Altitude - CARUGA - ANSGAR
Unterwäsche:
Icebreaker
  • Unschlagbar, recht zügig trocken und stinkt einfach nicht, egal wie stark man schwitzt
Stöcke:
Leki - TOUR CARBON III
Trinkflasche:
Sigg

Riegel, Getränke, Gels:
Xenofit
Sonnenbrillen:
Dirty Dog



Google Earth Karte - Vergrößern durch Anklicken

Aufstieg + Abstieg


Download Google Earth KMZ Datei: 

Dauer
6-10 Stunden

Höhenmeter: 
ca. 1.600 Meter

Schwierigkeiten:
  • Schwierigkeiten bis zum II Grad, teilweise ordentlich exponiert
  • Helm notwendig wegen möglichem Steinschlag 
  • Schnee oft bis in die Sommermonate in einigen Teilen der Tour
Empfohlene Karte:

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