Sonntag, 18. September 2011

Bergtour - Jöchlspitzbahn - Hinterhornbach

In der Schwärzerscharte



Tierische Tour :-)

Andy & Berni erklärten sich bereit, mir beim Anlegen der Depots für meine Überquerung der Hornbachkette zu helfen. Wir verabredeten uns gegen 7:30 Uhr am Joch. Als ich um 6:30 aufstand, regnete es sintflutartig. Ich rief beide an und blies die Aktion ab, um meine Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen :-). 12 Stunden im Regen wollte ich niemandem zumuten.

Es kam dann, wie es kommen musste, um 10:30 gabs blauen Himmel. Ich rief ohne große Hoffnungen Andy nochmal an und frage vorsichtig ob wir vielleicht doch noch starten. Andy meinte - für mich schon ein wenig überraschend -  es wäre kein Thema, er sei dabei. Ich bat ihn in gewisser Vorahnung auf den kommenden Tagesverlauf seine Stirnlampe und gutes Regenzeug einzupacken. Berni war leider bereits anderweitig verplant.

Wir deponierten Andys Auto in Hinterhornbach und fuhren zu der Talstation der Jöchlspitzbahn. Leider machte diese eine "wohlverdiente" Mittagspause, so dass wir erst um 13:15 an der Bergstation losgingen.

Wir kamen trotz der ordentlichen Last (Wasserflaschen und Essenspakete) auf dem Wege über das Rothornjoch und folgend westlich der Rothornspitze, des Strahlkopfs und der Rammstallspitze bis unterhalb der Krottenkopfscharte zügig voran. Weiter gings dann duch die Krottenkopfscharte über den Enzensberger Weg durch Hermannskar, Birgerkar und Welfebnerkar bis zu der Hermann von Barth Hütte, wo wir nach 3:45 Stunden um 17:00 ankamen.

Wir aßen und tranken und ernteten ziemlich verwunderte Blicke, als wir erzählten,  bis nach Hinterhornbach gehen zu wollen. Es fing an zu nieseln. Um 17:45 waren wir dann soweit und es ging mit fetten "Ranzen" durch das Balschtekar, das Noppenkar und das Sattelkar, wo wir ca. gegen 20:00 ankamen weiter.  Aus dem Nieseln wurde ein ordentlicher Regen und Andy wurde immer ruhiger. Auch ich bakam langsam Bedenken, wie lange wir noch brauchen würden.

Ab 20:00 war es stockdunkel, von Mond weit und breit keine Spur, wir machten die Stirnlampen an. Zwischendurch beleuchteten einige Gewitter die ganze Bergkulisse immer wieder für einige Sekunden - sehr stimmungsvoll.

Aus dem Gliegerkar stiegen wir über den Klettersteig in die Schwärzerscharte, die wir um ca. 21:30 endlich erreichten. Andy murmelte nur noch fluchend vor sich hin, ich versuchte ihn mit einigen Geschichten bei Laune zu halten.

Der Abstieg über das Kaufbeurer Haus wurde sehr lang. Andy war am Limit. Vom Hochvogel begleitete uns eine heftige Hirschbrunft bis ins Tal. Was für ein Spektakel, die Jungs hatten "ganz schön Druck" drauf :-). Am 23:45 erreichten wir Andys Auto und mussten noch mein Auto an der Jöchlspitzbahn abholen, gegen 01:00 waren wir daheim.

Merci Andy für die Hilfe und das Abenteuer, gut einen so guten Freund zu haben :-).



Frecher Murmel
Schochenalpbachtal
Nordgrat Rothhornspitze
Trettachspitze
... tierisch
Regen über den Lechtalern
Andy
Ganz junges Lamm
In der Schwärzerscharte ...


Schuhe:
Salewa  - Firetail Goretex
Rucksack:
Ortovox - Peak 42

Regenklamotten + Primaloft:
8848 Altitude - CARUGA - ANSGAR
Unterwäsche:
Icebreaker
  • Unschlagbar, recht zügig trocken und stinkt einfach nicht, egal wie stark man schwitzt
Stöcke:
Leki - TOUR CARBON III
Trinkflasche:
Sigg

Riegel, Getränke, Gels:
Xenofit
Sonnenbrillen:
Dirty Dog



Google Earth Karte - Vergrößern durch Anklicken

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Dauer
7-12 Stunden

Höhenmeter: 
ca. 2.000 + Meter

Schwierigkeiten:
  • Schwierigkeiten bis zum I Grad, teilweise exponiert
  • Helm notwendig wegen möglichem Steinschlag 
  • Schnee oft bis in die Sommermonate in einigen Teilen der Tour
Empfohlene Karte:

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